Traumsymbole

Der Körper im Traum

Der Körper ist das Selbst, das wir nicht ablegen können, und deshalb greifen Träume so bereitwillig zu ihm, um über Identität zu sprechen. Zähne, Haare und Haut sind die Teile, die wir anderen zeigen; sie im Traum zu verlieren ist fast nie ein medizinisches Vorzeichen und fast immer eine Frage danach, wie ein Mensch gesehen wird, und nach der Angst, dass das gezeigte Selbst auseinanderfällt.

Diese Träume kreisen um Verletzlichkeit. Nackt in der Öffentlichkeit zu stehen, zu bluten, sich zu übergeben oder zu merken, dass kein Ton kommt, wenn du sprechen willst, inszenieren alle denselben Moment: Die schützende Schicht ist fort, und etwas Privates liegt offen. Auch der Spiegel gehört hierher, denn in ihm lässt der Traum die Träumenden sich selbst direkt ansehen, und was der Spiegel zeigt, ist selten das erwartete Gesicht.

Jung würde fragen, was der Körper tut, das der Mensch nicht tun will. Eine Stimme, die versagt, gehört vielleicht jemandem, der aufgehört hat zu sagen, was er meint; Zähne, die zerbröckeln, kommen vielleicht in einer Zeit, in der ein lange gehaltenes Selbstvertrauen leise nachgibt. Der Körper im Traum sagt die Wahrheit meist ein wenig früher als der Verstand.

8 Symbole in diesem Thema

Erkennst du eines davon aus deinen eigenen Nächten wieder? Lunar Log verfolgt die Symbole, die in deinen Träumen wiederkehren, zusammen mit den Personen, Orten und Emotionen, mit denen sie kommen. Du fängst gerade erst mit dem Traumtagebuch an? Lies, wie du dich an deine Träume erinnerst.