Traumsymbole
Tod und Verlust im Traum
Der Tod ist das Traumsymbol, das Menschen am meisten fürchten und am häufigsten missverstehen. Aus jungscher Sicht ist er fast nie eine Vorhersage; er ist das Bild der Psyche für ein Ende, das schon im Gange ist: eine Rolle, eine Beziehung, eine Art zu sein, die sich erschöpft hat und losgelassen werden muss, damit etwas anderes beginnen kann. Träume vom eigenen Tod sind genau deshalb oft die seltsamsten und die am wenigsten erschreckenden.
Träume von Verstorbenen sind etwas anderes, und sie gehören zu den bedeutsamsten, die Menschen überhaupt haben. Ein Elternteil oder Großelternteil, der zurückkehrt, spricht, umarmt oder einfach mit am Tisch sitzt, ist auf der einen Ebene die fortdauernde innere Gegenwart dieses Menschen; auf einer anderen leistet der Traum vielleicht die Trauerarbeit, für die das Wachleben keine Zeit gefunden hat. Es lohnt sich, diese Träume behutsam zu behandeln und sorgfältig aufzuschreiben, denn sie verändern sich meist über Monate und Jahre, während der Verlust verarbeitet wird.
Gewaltsame Enden, Mord, angeschossen oder lebendig begraben zu werden, führen das Thema in den Schatten: Ein Teil des Selbst wird zum Schweigen gebracht, oder etwas überwältigt einen so sehr, dass kein Raum mehr bleibt, sich zu bewegen. Ein Kind zu verlieren steht für das Verletzlichste und Neueste im Leben der träumenden Person, und für die Angst, ihm nicht gerecht zu werden.
7 Symbole in diesem Thema
Erkennst du eines davon aus deinen eigenen Nächten wieder? Lunar Log verfolgt die Symbole, die in deinen Träumen wiederkehren, zusammen mit den Personen, Orten und Emotionen, mit denen sie kommen. Du fängst gerade erst mit dem Traumtagebuch an? Lies, wie du dich an deine Träume erinnerst.






