Die Hochzeit steht für die «Heilige Hochzeit» — die Vereinigung der Gegensätze und den Beginn einer neuen Phase der Integration. In der jungianischen Psychologie ist die Hochzeit das Bild der «Coniunctio» — der alchemistischen Vereinigung, die zur Ganzheit führt.

In Träumen deutet eine Hochzeit auf einen Moment der «Vereinigung» hin — von zwei Teilen deines Selbst, von einer Beziehung, die sich vertieft, oder von einem Lebensabschnitt, der sich «vollendet». Eine gestörte Hochzeit weist auf Widerstand gegen die Integration hin.

Zum Beispiel

Wenn du träumst, an deiner eigenen Hochzeit teilzunehmen und große Freude zu empfinden, erlebst du eine innere «Vereinigung» — zwei zuvor getrennte Aspekte deiner Psyche kommen zusammen. Wenn der Bräutigam/die Braut unbekannt ist, steht er/sie für den Animus oder die Anima.

Fragen an diesen Traum

Die Bedeutung liegt in deinem Traum, nicht im Lexikon. Bevor du nach einer Deutung greifst, sieh dir an, was wirklich geschah:

  • Wessen Hochzeit war es: deine, die von jemandem, den du kennst, die von Fremden?
  • Was hast du über die Verbindung empfunden: Freude, Grauen, Widerwillen, Gleichgültigkeit?
  • Wurde die Zeremonie zu Ende geführt, oder wurde sie unterbrochen?
  • Welche zwei Dinge in deinem Leben wollen sich vielleicht verbinden, oder sträuben sich dagegen?
  • Wer fehlte auf der Hochzeit?

Was bedeutet dieses Symbol in deinen Träumen?

Eine Seite wie diese kann das Symbol nur für sich allein lesen. In einem echten Tagebuch kommt es irgendwo an: in einer bestimmten Nacht, bei bestimmten Menschen, in einer Stimmung, oft neben anderen Träumen, die es schon besucht hat. In dieser Geschichte beginnt eine Deutung, etwas zu bedeuten.

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