Der Schrei steht für den ungefilterten Ausdruck einer überwältigenden Emotion — Angst, Wut, Schmerz oder der «Urschrei» der Seele, die gehört werden will. In der jungianischen Psychologie symbolisiert der Schrei den Moment, in dem die unterdrückte Energie die Grenze der bewussten Kontrolle durchbricht.

In Träumen deutet ein Schrei auf eine Emotion hin, die «herausbrechen» will und nicht länger unterdrückt werden kann. Nicht schreien können (trotz aller Anstrengung) ist ein häufiges Traumszenario und weist auf das Gefühl der Ohnmacht und des «Nicht-gehört-Werdens» hin.

Wenn du träumst, aus voller Kehle zu schreien und gehört zu werden, zeigt das einen «Durchbruch» — deine unterdrückte Stimme findet endlich Ausdruck. Wenn kein Ton herauskommt, warnt dich deine Psyche, dass eine wichtige Emotion oder Wahrheit «steckengeblieben» ist und einen Kanal braucht.

Fragen an diesen Traum

Die Bedeutung liegt in deinem Traum, nicht im Lexikon. Bevor du nach einer Deutung greifst, sieh dir an, was wirklich geschah:

  • War der Schrei deiner oder der von jemand anderem?
  • Falls deiner: Hatte er einen Klang, oder kam gar nichts heraus?
  • Was hat ihn ausgelöst, und wer war in der Nähe?
  • Worum hast du schon zu oft höflich gebeten?
  • Was verlangt in deinem Leben gerade danach, laut ausgesprochen zu werden?

Was bedeutet dieses Symbol in deinen Träumen?

Eine Seite wie diese kann das Symbol nur für sich allein lesen. In einem echten Tagebuch kommt es irgendwo an: in einer bestimmten Nacht, bei bestimmten Menschen, in einer Stimmung, oft neben anderen Träumen, die es schon besucht hat. In dieser Geschichte beginnt eine Deutung, etwas zu bedeuten.

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