Beobachtet zu werden steht für das Gefühl der «Überwachung» — die Erfahrung, von einer «höheren Instanz» oder von der «Gesellschaft» permanent «gesehen» und «beurteilt» zu werden. In der jungianischen Psychologie symbolisiert das Beobachtet-Werden den «inneren Beobachter» — das Über-Ich oder das Selbst, das das Ich «im Auge behält».

In Träumen deutet das Gefühl, beobachtet zu werden, auf eine «Selbstbewusstheit» hin, die sowohl stärkend als auch hemmend sein kann. Ein «wohlwollendes» Beobachtet-Werden steht für Führung; ein «feindliches» für Paranoia oder Schuldgefühle.

Wenn du träumst, von unsichtbaren Augen beobachtet zu werden, zeigt dir deine Psyche, dass der «innere Beobachter» aktiv ist — eine Instanz in dir achtet darauf, was du tust.

Fragen an diesen Traum

Die Bedeutung liegt in deinem Traum, nicht im Lexikon. Bevor du nach einer Deutung greifst, sieh dir an, was wirklich geschah:

  • Hast du den Beobachter je gesehen, oder nur den Blick gespürt?
  • Wo warst du, und was hast du getan, als du dich beobachtet fühltest?
  • War das Gefühl Schuld, Angst oder eine seltsame Befangenheit?
  • Unter wessen Urteil lebst du im Wachleben gerade?
  • Was hätte der Beobachter gesehen, das du lieber für dich behalten würdest?

Was bedeutet dieses Symbol in deinen Träumen?

Eine Seite wie diese kann das Symbol nur für sich allein lesen. In einem echten Tagebuch kommt es irgendwo an: in einer bestimmten Nacht, bei bestimmten Menschen, in einer Stimmung, oft neben anderen Träumen, die es schon besucht hat. In dieser Geschichte beginnt eine Deutung, etwas zu bedeuten.

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