Zu spät zu kommen steht für die Angst, eine «Gelegenheit» zu verpassen oder den «Zeitplan» des Lebens nicht einzuhalten. In der jungianischen Psychologie symbolisiert es die Spannung zwischen dem «Chronos» (der linearen Zeit) und dem «Kairos» (dem richtigen Moment).

In Träumen deutet Verspätung auf das Gefühl hin, «hinterherzuhinken» — im Beruf, in Beziehungen oder auf dem Individuationsweg. Trotz aller Eile nicht rechtzeitig ankommen zu können steht für die Frustration, die entsteht, wenn innere und äußere «Zeitpläne» nicht übereinstimmen.

Wenn du träumst, zu einem wichtigen Termin zu rennen und immer wieder aufgehalten zu werden, zeigt dir deine Psyche, dass du gegen deinen eigenen natürlichen Rhythmus ankämpfst. Wenn du schließlich ankommst und feststellst, dass es «gar nicht so eilig war», löst sich die «Zeitangst» auf.

Fragen an diesen Traum

Die Bedeutung liegt in deinem Traum, nicht im Lexikon. Bevor du nach einer Deutung greifst, sieh dir an, was wirklich geschah:

  • Wozu bist du zu spät gekommen, und bist du überhaupt angekommen?
  • Was hat dich immer wieder aufgehalten: Hindernisse, Umwege, deine eigene Langsamkeit?
  • Hat jemand auf dich gewartet?
  • Gibt es im Wachleben etwas, bei dem du fürchtest, den richtigen Moment verpasst zu haben?
  • Wie fühlte sich das Zuspätkommen an: Panik, Ergebenheit oder heimliche Erleichterung?

Was bedeutet dieses Symbol in deinen Träumen?

Eine Seite wie diese kann das Symbol nur für sich allein lesen. In einem echten Tagebuch kommt es irgendwo an: in einer bestimmten Nacht, bei bestimmten Menschen, in einer Stimmung, oft neben anderen Träumen, die es schon besucht hat. In dieser Geschichte beginnt eine Deutung, etwas zu bedeuten.

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